8.9.2026 / Produkte
KTR Brake Systems GmbH
Schloß Holte-Stukenbrock
Die modifizierten Bremsen haben eine höhere Leistungsdichte und können wahlweise standardmäßig pneumatisch oder mechanisch betätigt werden. Die Baureihe ist als Baukastensystem ausgelegt und in sechs Baugrößen mit Klemmkräften bis zu 58,5 kN verfügbar.
Haupteinsatzgebiete sind die allgemeine Antriebstechnik, die Automation, Verpackungsmaschinen und die Prüfstandstechnik.
Premiere auf der „all about automation“ vom 23. – 24. September 2026 in Chemnitz
Die KTR-STOP PB besteht aus zwei Bremshebeln, die im Zangengehäuse schwenkbar gelagert sind. An einem Ende der Bremshebel sind die Bremsbeläge mit Bremsschuh und Haltefedern angeordnet. Am anderen Ende befindet sich der Aktuator, bei dem es sich in der pneumatischen Ausführung um einen Bremszylinder handelt und in der mechanischen um ein Handrad; auf dieser Seite werden auch die Rückstellfedern montiert. Die Klemmung der Bremse erfolgt nach dem Prinzip „Aktion gleich Reaktion“, sodass immer nur ein Aktuator erforderlich ist, um die Bremse zu schließen.
Bei der pneumatischen aktiven Bremse wird die Klemmkraft durch Beaufschlagung des Aktuators mit Druckluft erzeugt. Das Lösen der Bremse erfolgt über die Rückstellfedern auf der Bremszange, sobald der Aktuator drucklos geschaltet wird. Bei der passiven Ausführung wird die Klemmkraft durch Druckfedern im Aktuator erzeugt. Gelöst wird die Bremse durch Beaufschlagung des Aktuators mit Druckluft. Bei der mechanischen Version wird die Klemmkraft manuell mithilfe eines Handrades erzeugt.
Die neue Baureihe umfasst die Baugrößen 50, 100, 200, 215, 250 und 350 mit Klemmkräften von 0,76 kN bis 58,5 kN. Hans-Christian Butenholz, Konstrukteur bei KTR Brake Systems: „Dank stärkerer Aktuatoren erreichen die pneumatischen Bremsen im Vergleich zu den Vorgängermodellen eine höhere Leistungsdichte. Die Klemmkraft der Baugröße 200 zum Beispiel beträgt 22 kN, während der Vorgänger 19,2 kN erreichte.“ Die Aktuatoren sind zudem nicht mehr mit einer Membran ausgestattet, sondern ausschließlich mit Kolbendichtungen. Das erhöht die reibungslose Schalthäufigkeit um ein Vielfaches und somit die Zuverlässigkeit. Bei den passiven Bremsen kommt überdies ein Federtyp mit einer sehr niedrigen Federrate zum Einsatz, dadurch erzielt die Bremse wesentlich geringere Leistungsverluste.
Neu ist ebenfalls, dass die Baugrößen 50 bis 250 standardmäßig mit größeren Bremsbelägen ausgestattet sind. Die größeren Reibbelagflächen bedeuten weniger Verschleiß und eine reduzierte Temperaturentwicklung. Ein weiterer Vorteil des Produktupgrades: Die neuen Bremsen sind so konstruiert, dass sie in jeder Einbausituation ohne zusätzliches Zubehör eingesetzt werden können. Dadurch kann der Kunde die Position der Bremse frei wählen, ohne dafür einen separaten Montagesatz erwerben zu müssen. Neu ist ebenso, dass die Bremsen standardmäßig mit einem optimierten Korrosionsschutz versehen werden.
Die neue Baureihe KTR-STOP PB ist als Baukastensystem ausgelegt, bestehend aus verschiedenen Bremszangen und Aktuatoren. Hans-Christian Butenholz: „Durch das Baukastensystem ergeben sich viele Kombinationsmöglichkeiten. Somit können wir flexibel auf die unterschiedlichen Kundenanforderungen eingehen.“
Wir präsentieren die neue Zangenbremse erstmals auf der „all about automation“ vom 23. – 24. September 2026 in Chemnitz, Halle 1, Stand 216.

